Aktuell für Gruppenstunden und Wochenend-Aktionen

Friedenslicht Austeilung: 22. Dezember, 16 Uhr, Alsfeld Marktplatz Friedenslicht 2016: Abfahrt zur Aussendungsfeier in Fulda ist am 11.12. um 11:30 Uhr am Pfarrhof
Sippe Suppentruppealle 14 Tage mittwochs von 17 bis 19 Uhr.
Rangerrunde: 14-täglich mittwochs, 19 bis 22 Uhr

Friedenslicht aus Bethlehem

17. Dezember 2016

friedenslicht-austeilungJedes Jahr zwischen dem 3. Advent und Weihnachten verteilen die Pfadfinder das „Friedenslicht aus Bethlehem“. Mal gehen sie dazu in einzelnen Orten von Haus zu Haus, mal gestalten sie einen eigenen Friedenslichtgottesdienst, mal stehen sie auf einem Weihnachtsmarkt oder sind Teil eines „Lebendigen Adventskalenders“.

Das „Friedenslicht aus Bethlehem“ ist ein wunderbares Symbol, weil man mit ihm tatsächlich behutsam umgehen muss wie mit dem Frieden selbst. Es wird alljährlich neu in der Geburtsgrotte Jesu in Bethlehem geholt, reist dann per Flugzeug nach Wien und wird von dort in einem beeindruckenden Aussendungsgottesdienst in alle europäischen Länder und zum Teil sogar nach Übersee geschickt. Vor allem Pfadfinder übernehmen dabei die Verteilung, reisen nach Wien und bringen von dort die Kerzenflamme in ihre Länder und Regionen. Dabei wird jede Kerze oder Petroleumleuchte immer nur an einer anderen, vom Friedenslicht angehündeten Kerze oder Lampe angemacht. Auf diese Weise wird tatsächlich die eine kleine Flamme aus Bethlehem hunderttausendfach vermehrt und weitergegeben.

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Die Bischöfe Heinz Josef Algermissen (Bistum Fulda) und Martin Hein (Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck) geben das Friedenslicht, das eine Delegation aus Wien gebracht hat, im Gottesdienst weiter.

Die Idee zu der Aktion hatte zwar im Jahr 1986 der Österreichische Rundfunk (ORF), doch die Idee passte so gut zum Pfadfindergedanken, dass schon bald Pfadfinder aus ganz Europa daran beteiligten.  Inzwischen ist es zu einem festen Weihnachtsbrauch geworden, den auch die Evangelischen Pfadfinder Vogelsberg gerne mittragen. Immer am Samstag vor dem 3. Advent gibt es in  Wien einen Gottesdienst, zu dem Delegationen aus inzwischen 30 Ländern kommen, um die Kerzenflamme zu holen und bei sich weiterzugeben. Weil die Flamme nie ausgehen darf und das Licht eben nur von Flamme zu Flamme weitergegeben wird, ist das in der heutigen durchregulierten Zeit manchmal schon ein bürokratischer Akt, eine Laterne mit brennender Kerze z.B. in einem Zug der Deutschen Bahn mitführen zu dürfen – aber es geht. In Schleswig-Holstein z.B. dürfen dazu Pfadfinder in Kluft zur Verteilung des Friedenslichts kostenlos und ohne Fahrkarte den Nahverkehr benutzen.

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Die Gruppe, die 2015 das Friedenslicht in Fulda geholt hat – hier mit unserem beliebten Motiv vor dem Dom, in dem die Aussendungsfeier stattfand.

Wir Vogelsberger Pfadfinder holen das Friedenslicht jedes Jahr am 3. Advent in Fulda, wo es in einem ökumenischen Gottesdienst verteilt wird. Dazu gibt es ein schönes Video aus dem Jahr 2012. Wenn auch die Mitwirkenden jedes Jahr andere sind, das Prozedere ist immer gleich, ein Ritual, ein Weihnachtsbrauch eben.

Das „Friedenslicht aus Bethlehem“ ist nur ein Symbol, nichts Wundersames, aber doch wird es von allen Beteiligten ernst genommen, denn genau das macht das Besondere an diesem Kerzenschein aus: man darf sich darauf verlassen, von Pfadfindern wirklich das ununterbrochen aus Bethlehem weitergegebene Feuerlein zu erhalten. Geht einem Pfadfinder mal durch Unachtsamkeit sein eigenes Friedenslicht aus, wird er es niemals mit einem Streichholz oder Feuerzeug neu anzünden, sondern es an einem anderen Friedenslicht anstecken. Die Verteilung funktioniert also ganz persönlich von Mensch zu Mensch, und es ist schon ein tolles Gefühl zu wissen: die kleine Kerze, die jetzt hier im Vogelsberg brennt, ist in einer nicht unterbrochenen Kette von Bethlehem aus weitergegeben worden – so wie alle anderen Friedenslichter in Europa auch.

Wer das Friedenslicht bei sich zuhause über Weihnachten brennen lassen möchte, entzündet daür am besten ein sogenanntes „Ewigkeitslicht„, eine Ölkerze, die je nach Größe bis zu neun Tage lang brennt. Aus Sicherheitsgründen sollte man das Friedenslicht in eine geeignete Laterne stellen.

Bilder vom Friedenslicht 2014
Bilder vom Friedenslicht 2013 und 2008
Bilder vom Friedenslichtgottesdienst 2009
Zur Geschichte des Friedenslichts (aus Bethlehem und Österreich)

Abschlusskreis nach dem Gottesdienst im Dom zu Fulda

Abschlusskreis nach dem Gottesdienst im Dom zu Fulda

Kempensonnen

17. Mai 2016
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Kempensonnen

Es war ein phantastisches Pfingstlager (Pfila) in Kempen! Der Untermerzbacher Kreis (UMK) ist eine dufte Gemeinschaft! Ein kurzer Bericht: weiterlesen…

Pfadis klären Autofahrer auf

8. April 2016

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Schon lange war es geplant (und „wir waren im Gespräch“), nun hat es am Ende der diesjährigen Massenwanderung der Amphibien noch geklappt: Am Donnerstag (7. April 2016) hat die Polizei die Straßenvollsperrung in Wäldershausen kontrolliert und dabei uns Pfadfindern den Part überlassen, die Verkehrssünder über den Sinn der Sperrung aufzuklären.
In Wäldershausen (Homberg/ Ohm) haben wir derzeit den einzigen Straßenabschnitt im ganzen Vogelsbergkreis, der während der Amphibienwanderung nachts gesperrt wird, weil aufgrund der baulichen Gegebenheiten auch mit Schutzzäunen nur ein Teil der Tiere sicher über die Straße gebracht werden kann. Leider müssen wir jedes Jahr feststellen, dass sich nur ein kleiner Teil der Auto- und LKW-Fahrer an die Sperrung hält. Egal, ob – wie in diesem Jahr – nur ein Durchfahrtsverbotschild steht (Verbot für die Zeit 18 bis 6 Uhr) oder sogar mehrere Absperrzäune aufgebaut werden – mindestens 75% fahren einfach durch, tief in der Nacht sind es eher 100% (auch unsere wenigen Fotos zeigen deutlich, dass auf einer eigentlich gesperrten Straße doch einiges los war…). Damit machen aber diese „Verkehrssünder“ alle Naturschutzbemühungen zunichte, denn je nach Temperatur genügt schon ein Fahrzeug alle paar Minuten, dass kaum ein Frosch, eine Kröte oder ein Molch seinen Versuch, die Straße zu überqueren, überlebt.

Bei der nun mit der Polizeidienststelle Alsfeld und dem Verkehrsdienst der Polizei in Lauterbach initiierten Aktion wurden alle Fahrzeuge, die das Verkehrszeichen 250 ignoriert hatten, von Polizeibeamten angehalten und auf ihre Ordnungswidrigkeit hingewiesen (was 20 Euro kostet). Danach war es der Part der Pfadfinder, über die Notwendigkeit der Sperrung an dieser Stelle und das Langsamfahren an allen anderen Stellen von Amphibienwanderungen aufzuklären. Dazu hatten wir auch lebende und tote Erdkröten, Teich- und Bergmolche, die wir zuvor von der Straße gesammelt hatten, als Anschauungsobjekte dabei. Außerdem hatten wir ein Infoblatt mit Fotos für die Autofahrer vorbereitet. Die meisten zeigten sich bei diesem kurzen „Schulteil“ überrascht, dass die meisten Lurche durch den Luftdruck der Autos sterben und nicht durch ihre Reifen, einer gab uns sogar 5 Euro für die Gruppenkasse („wenn der Staat schon 20 Euro kassiert, dann sollt ihr auch was bekommen für euer Engagement“).  Zahlreiche Autofahrer wollten aber auch nichts von uns wissen (es sind eben statistisch gesehen keine anderen, als die, die wir sonst jeden Abend erleben, wenn wir ohne Polizei unterwegs sind…)

Aus unserer Sicht war es eine gelungene Aktion, die hoffentlich durch die Erzählung der Betroffenen und die Berichterstattung („Alsfelder Allgemeine Zeitung“ war vor Ort) wenigstens bei einigen zu mehr Bewusstsein für den Tier- und Naturschutzgedanken führt. Aber es ist leider so: wenn mitten in der Nacht ein einzelnes Auto durch Wälderhausen rast, während gerade das Wetter für Amphibienrekorde sorgt, sind mit einem Schlag 30 oder mehr Tiere tot. Schon an normalen Abenden haben wir schon pro Stunde 100 überfahrene Erdkröten gezählt. Daher nochmal Verweis auf unseren eindrücklichen Appell, langsam zu fahren!

Natürlich gibt es Verkehrsschilder mit Anweisungen, die sich einem nicht erschließen. Dann darf man nicht nur, dann sollte man nach Möglichkeit nachfragen, ggf. diskutieren, Verbesserungen vorschlagen. Aber ein Durchfahrtverbotsschild einfach zu ignorieren, weil es „nur für diese Kröten“ ist, finden eben sowohl wir als auch die Polizei nicht so doll. Vermutlich sah das aber ein Autofahrer deutlich anders: Denn just während der Verkehrskontrolle hat jemand das Sperrschild auf der Seite Homberg gestohlen.

Wir werden uns auch im nächsten Jahr für rücksichtsvolles Fahren einsetzen.

Weitere Bilder vom Einsatzabend:

Mehr zum Amphibienschutz auf unserer Übersichtsseite.

Amphibienschutz

23. März 2016

Amphibienschutz* Das Wichtigste auch 2016: Unser Appell an die Autofahrer, nicht schneller als 30 km zu fahren, wo Schilder auf Krötenwanderungen hinweisen bzw. wo lebende oder überfahrene Tiere zu sehen sind. Das haben wir ausführlich, anschaulich und von vielen gelobt hier erklärt.

* List der Straßen, die im Vogelsberg durch Amphibienwandergebiete gehen (Mitteilung von letztem Jahr,  aber die Routen ändern sich ja nicht…). Allerdings ist bei entsprechendem Wetter (warm, nass, dunkel) fast überall mit Amphibien zu rechnen, und gerade die kleinen Molche sieht kein ungeübtes Auge.

* unschöne Fotos von überfahrenen Kröten

Pressespiegel:
* Pfadfinder klären auf – gemeinsame Aktion mit der Polizei 2016 (OL)
* Schon ab 40 droht der Tod 2016 (OZ )
* Hilfe beim Krötenzaunbau 2015 (OL)
* Aktueller Bericht in der Alsfelder Allgemeinen (22. März 2014)
* Leserbrief 2013
* Osthessennews 2010

Amphibien-Infos (für Naturschützer):

a) Nabu-Seite (von dort weiter klicken, jede Menge Infos)
b) Molche unterscheiden (Nabu)
Erdkröten-Weibchen sind bei uns übrigens 7-8 cm lang und 50 Gramm schwer (und damit kleiner, als z.B. bei Wikipedia angegeben), die Männchen messen ca. 6 cm bei 20 Gramm.
c) Sehr guter Bestimmungsschlüssel, auch für Larven und Laich bei Froschnetz.ch !
d) Aktuelle Wanderungsbewegungen (Nabu)
e) beste Buch: „Heimische Amphibien“ von Dieter Glandt

Wissenschaft:
Was passiert eigentlich vor, unter, neben und hinter einem Auto?
Prof. Dietrich Hummel hat es errechnet (Interview beim Nabu)
Erster Übersichtsartikel zum Bernoulli-Effekt (Spektrum der Wissenschaft).

Netzwerk der Amphibienfreunde im Vogelsberg
Im Februar 2015 haben wir mit Vertretern von Nabu und BUND ein informelles „Netzwerk Amphibienschutz Vogelsberg“ initiiert, das bislang sehr erfolgreich arbeitet. Darin tauschen wir uns vor allem über aktuelle Wanderbewegungen aus und koordinieren ggf. Hilfe. Die Untere Naturschutzbehörde ist in das Netzwerk eingebunden, es gab nun auch schon gute Gespräche mit für den Straßenverkehr zuständigen Behörden (HessenMobil, Landratsamt etc.). Wenn es noch Gruppen oder auch Einzelpersonen gibt, die im Amphibienschutz aktiv sind, wäre es für alle gut, wenn diese sich unserem Netzwerk anschließen würden (Infoaustausch per E-Mail reicht, keine weiteren Termine o.ä.).  Kontakt siehe hier. Aktuelle Hinweise auch auf unserer Facebook-Seite.

Fotos:
EPV Aktionen 2010 und 2011 (Flickr)

Praxiswochenende: Umweltbildung & Naturschutz in der Pfadfinderarbeit

18. Februar 2016

m-EPVSeminar im Vogelsberg 17.-19. Juni 2016

Pfadfinder gelten per se als „Naturkundler“ – immer draußen, survival just for fun, kennen natürlich jeden Vogel, Baum, Pilz, Floh, hören Fledermäuse mit dem bloßen Ohr und können die Wassergüte eines Baches mit dem dem großen Zeh bestimmen. (Zugegeben, ein paar wenige Pfadfinder sind nicht ganz so fit und googlen verstohlen im Smartphone, an welchem Baum doch gleich der Zunderschwamm wächst. )

Wie man Naturkunde in der Pfadfinderarbeit an Meuten und Sippen vermitteln kann – und wie sich damit ganz nebenbei noch Naturschutzprojekte gestalten lassen – soll Thema eines Wochenendseminars sein mit ganz viel „learning by doing“. Die Evangelischen Pfadfinder Vogelsberg organisieren in Kooperation mit den beiden großen Naturschutzverbänden Nabu und BUND sowie in Kooperation mit VCP und BdP einen umwelt- und naturpädagogischen Streifzug durch die Jugendarbeit. Kim- und Vertrauensspiele, Fledermausdetektor oder Kräuterspirale bauen, Wiesen-, Wald- oder Bachexkursionen, Vogelstimmen oder Amphibien kennen lernen, Molche und Schlupfwespen schützen – an diesem Wochenende ist Raum für alle Naturschutzthemen, jeder ist eingeladen seine Erfahrungen und sein Wissen einzubringen und neues mitzunehmen. Als Referenten stehen unter anderem drei Biologen parat. Das Gelände bietet vom Steinbruchtümpel bis zum Urwald ein breites Angebot für Exkursionen. Und Platz für Schwarzzelte ist auf der Streuobstwiese (Sanitäranlagen vorhanden).
Das Angebot richtet sich an alle Gruppenleiter, die (noch mehr) ökologisches Wissen in die Pfadfinderarbeit einbringen wollen. weiterlesen…

Speed stacking mal wieder

28. Januar 2016

Zum Wiederholen, üben …. Grundform ist 3-6-3, also zwei Türmchen aus 3 Bechern, eines aus 6 Bechern.

Interessant ist der „Cycle„, hier nett von „tombeats 13“ erklärt – und hier mit etwas mehr Tempo von einem Weltmeister.

Und hier noch ein Link zu einem ganz alten Handy-video aus der Steinzeit…

Karte & Kompass

27. Januar 2016

Zum Nachlesen für die Suppensippe die wichtigstens Stichworte von heute:
das sogenannten „rückwärts einschneiden“ (Standortbestimmung über zwei markante Geländepunkte)
Video dazu von Kai Sackmann.

Wenn ihr euch mal selbst einen Kompass kaufen wollte, am besten eine Kombination: durchsichtig (für die Kartenarbeit) und mit Kimme & Korn o.ä. Hilfsmittel für die Peilung.

Allerhand im Dezember

13. Dezember 2015

Im Dezember knubbeln sich immer unsere Veranstaltungen. Friedenslicht-Vorbereitungen, Wirberg-Fahrt, Weihnachtsmärkte, Fulda-Fahrt, Friedenslicht-Austeilung, Weihnachsfeier…

Friedenslicht-Fulda-2015

Trotz gleich mehrerer Totalausfälle: Friedenslicht-Aktion-2015 erfolgreich eröffnet.

EPV-Weihnachtsmarkt-2015-2357

Weihnachtsmarkt in Kirtorf: Bude und Jurte

EPV-Gulasch

Aus der Pfadi-Werkstatt unser Klassiker: Gulasch mit Bumm.

Wir bilden einen Abschlusskreis: Wirberg 2015 (Wölflingsfahrt)

Wir bilden einen Abschlusskreis: Wirberg 2015 (Wölflingsfahrt)

Apfelsaft

4. Oktober 2015

Das geliehene Equipment erwies sich zwar mehr als Unterrichts- denn Arbeitswerkzeug (sprich: schön um zu verstehen, wie Apfelsaft gemacht wird, weniger schön um einer Tonne Obst den Saft zu entziehen), aber 220 Liter konnten so denn doch gewonnen werden. Als neuer Geschäftszweig ist es allerdings noch nicht rentabel (Brotbacken übrigens auch nicht, selbst bei optimierter Handwerkstechnik). Wir danken dem AZN für die Unterstützung!

 

Backhaus 2

4. Oktober 2015

Wie im vergangenen Jahr haben wir mit Konfirmanden zu Erntedank Brot gebacken. Schöne Sache. Hier einige Impressionen: